Patienteninformationen: Therapien

Spondylodese     Synonyme: Verblockung, Versteifung, Fusion

Spondylodese (Wirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von zwei oder mehr Wirbelkörpern an der Hals-, Brust- und/oder Lendenwirbelsäule um eine volle Belastbarkeit der Wirbelsäule zu erlauben, wenn konservative Behandlungen zu keiner Besserung führten oder ausgeschlossen werden konnten.

Ziel der Fusionsoperation ist es, die zwei benachbarten Wirbel eines Bewegungssegmentes in Ihre ursprüngliche Lage zu bringen (Reposition) und knöchern zu verschmelzen . Hierbei werden Schrauben von hinten durch die Wirbelbögen (Pedikel) in den Wirbelkörper eingebracht. Die Schrauben werden durch Stäbe stabil verbunden, um Bewegungen des Segmentes zu verhindern und die im Segment verlaufenden Nervenstrukturen zu schützen bzw. instabilitätsbedingte Schmerzen zu behandeln.

 

Im Allgemeinen wird im hinteren Bereich der Wirbel oder im Bandscheibenbereich zwischen den Wirbelkörpern entweder Knochen oder Knochenersatzstoff angelagert um ein knöchernes Zusammenwachsen zu fördern. In vielen Fällen wird zusätzlich im Bandscheibenfach ein Abstandshalter eingebracht um die Stab-Schrauben-Konstruktion zu unterstützen. Dieser Abstandshalter, auch Cage genannt, ist meistens aus Kunststoff oder Titan.

Im Rahmen der Fusionsoperation ist es oftmals notwendig, zusätzlich den Rückenmarkskanal zu erweitern, um das Rückenmark oder die Nervenwurzel zu entlasten. Man spricht von einer Dekompression.

 

 

Computertomografie nach einer monosegmentalen Spondylodese von L4 auf L5 und Implantation eines Cages (CarRLIF)

Röntgenbild nach einer monosegmentalen Spondylodese von L4 auf L5 und Implantation eines Cages (CarRLIF)

Bildquelle: Dr. Bernd Hölper, Wirbelsäulenzentrum Fulda | Main | Kinzig