Patienteninformationen: Therapien

Non-Fusion Technologien

Der Begriff "Non-Fusion" hat sich in Abgrenzung zur Fusionsoperation entwickelt und bedeutet, das anstelle einer Versteifungsoperation die zu behandelnden Wirbelsäulensegmente bewegungserhaltend stabilisiert werden.

 

Noch Ende des vergangenen Jahrhunderts bestand die sogenannte "instrumentierte" Wirbelsäulenchirurgie in erster Linie aus einer versteifenden "Fusion" zweier oder mehrerer Segmente.

 

Mit der technologischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Wirbelsäulenchirurgie wurden neue Therapieansätze entwickelt, die eine Behandlung bzw. Stabilisierung verschiedener Wirbelsäulenerkrankungen ermöglichte, ohne dass das betroffene Bewegungssegment knöchern Versteift werden muss.

 

Folgende Non-Fusion- oder dynamische Implantatsysteme werden unter dem Begriff Non-Fusion zusammengefasst:

Bandscheibenprothesen

B

A

Die zervikale (Halswirbelsäule, A) oder lumbale (Lendenwirbelsäule, B) Bandscheibenprothese wird als Alternative zur Diskektomie mit Fusion (Bandscheibenentfernung mit knöcherner Versteifung des Segmentes) eingesetzt.

Zu den ESP-Prothesen

Interspinöse Spreizer

Interspinöse Spreizer sind eine Alternative zur Dekompressionsoperation bei Spinalkanalstenosen. Während bei einer Dekompression das Segment zur Restabilisierung oft versteift werden muss, bietet der interspinöse Spreizer eine nicht fusionierende Alternative bei milden und mittelgradigen Spinalkanalstenosen. Darüber hinaus ist der Einsatz minimal-invasiv und kann in Lokalanästhesie in der Tagesklinik durchgeführt werden.

Zum Superion - interspinöser Spreizer

Terminologie

 

Dynamische Stabilisierung: Der Begriff dynamische Stabilisierung leitet sich ab aus der Abgrenzung zur Versteifungsoperation (Spondylodese,Fusion) bei der zwei oder mehrere benachbarte Wirbel miteinender knöchern verschmelzt bzw. fusioniert werden. Meistens wird dies durch Implantation einer Stab-Schrauben-Konstruktion, den sog. Pedikelschraubensystemen erreicht. Bei der dynamischen Stabilisierung werden auf Basis eines Pedikelschraubensystems ein oder mehrere Wirbel stabilisiert, wobei die Beweglichkeit im obersten Segment einschränkend erhalten bleibt.

 

Dorsal kommt vom lateinischen Wort Dorsum, der Rücken, und wird im medizinischen Fachjargon für rückenwärts / hinten verwendet. Dies in erster Linie in Abgrenzung zu „vorderen“ bewegungserhaltenden Behandlungsmethoden, wie z.B. der Bandscheibenprothese.

 

Non-Fusion: Wenn Sie sich schon etwas mehr über Wirbelsäulenoperationen Informiert haben, sind Sie sicher schon auf den begriff „Non-Fusion“ gestoßen. Non-Fusion stellt den Oberbegriff für die bewegungserhaltenden Wirbelsäulenoperationen unter Einsatz von Implantaten dar.